Die Arbeit
Die Arbeit in der weiß Gott nicht immer ach so guten alten Zeit war auch für die meisten Kölnerinnen und Kölner beileibe in aller Regel kein Zuckerlecken!
Die Männer arbeiteten erheblich länger als heute und die Arbeit war meist eintönig, mühsam und zehrte schnell an den Kräften. Nach dem 1. Weltkrieg gab es vorübergehend einen wirtschaftlichen Aufschwung: Auf dem Foto Fließbandarbeiter der Fordwerke bei der Montage des legendären T-Modells:
Aber bald kam die Weltwirtschaftskrise, welche über sechs Millionen Arbeitslose alleine in Deutschland nach sich zog. Und dann kam Adolf, der diese Arbeitslosigkeit auf eine Art und Weise behob, welche hinreichend bekannt ist und hier nicht näher von uns erwähnt werden soll.
Nach dem 2. Weltkrieg mussten auch die Kölner wieder ganz von vorne anfangen. Zunehmend wurden jetzt auch Frauen eingestellt, aber immer noch meistens in der Fabrik an zermürbenden Fliessbändern und zu erheblich geringeren Stundenlöhnen als sie ihre männlichen Kollegen verdienten.
Ein jeder war froh, Arbeit zu haben und nie hörte man jemanden jammern. Trotz der schlechten Bedingungen war es aber so, dass Mitarbeiter -besonders die der großen Firmen- nahezu eine Lebensstellung hatten und entsprechend auf ihren Betrieb stolz waren. Denn die meisten Arbeitgeber waren im Gegensatz zu heute sehr sozial eingestellt und bauten z.T. preiswerte, ja spottbillige kleine Eigenheime für ihre Mitarbeiter. Arbeiter zu entlassen, galt geradezu als unsozial und so bildeten Firmenleitung und Mitarbeiter fast schon so etwas wie eine Familie.
Voller Stolz sprach z.B. ein Hilfsarbeiter bei Bayer Leverkusen davon, "beim Bayer" zu sein. Der oft zu hörende Satz "Ich bin beim Bayer" kam fast schon einer Liebeserklärung gleich!
Freds Lehrjahre in Köln zwischen 1956 und 1959